Unser Yogamatten Test

Yogamatten im Test 

Unser Yogamatten Test

Yogamatten Test: Wie rein müssen Yogamatten sein? Wie lange halten? Was ist rutschfest genug? Wir testen Yogamatten und teilen mit euch die Ergebnisse.

Yogamatten im Test? Die Zeit ist reif

Als wir anfingen nach Yogamatten Tests zu recherchieren, waren wir erstaunt, nur wenige gut gemachte Yogamatten Testberichte zu finden. Mit Ausnahme vom Yogamatten Test der Zeitschrift Ökotest (01/2013) und einigen guten Yogablogs gibt es kaum seriöse Aussagen zu den Qualitäten unterschiedlicher Yogamatten, die beim Kauf wirklich helfen. Zumindest gilt das für das deutsche Internet. Das wollen wir ändern 

Wir werden nach und nach ausgewählten Yogamatten einem Test unterziehen und zwar sowohl auf Praxistauglichkeit als auch auf Inhaltsstoffe. Stichwort hier ist umweltfreundliche Herstellung und Freiheit von Schadstoffen.

Yogamatten Praxistest: Was muss eine Yogamatte können?

Oder: worin unterscheiden sich Yogamatten überhaupt? Wir konzentrieren uns hier auf rutschfeste Yogamatten, die guten Halt für Hände und Füße im herabschauenden Hund und genügend Dämpfung für die Sprünge dazwischen mitbringen sollen. Yogamatten in dieser Kategorie bestehen aus Naturgummi, PVC, Jute oder den neuen Kunststoffen PER, TPE und Co.

Ganz grob können wir euch hier folgende Einschätzung aus den bisherigen Testergebnissen geben.

1. Rutschfestigkeit

Rutschfest mit gutem Grip sind sie laut ihren Herstellern alle. Allerdings unterscheiden sich die Yogamatten dann doch, wenn Hände und Füße anfangen zu schwitzen. Während Naturyogamatten mit offenen Poren hier erst richtig punkten, werden manche TPE Yogamatten rutschig unter den Händen. Das darf man allerdings nicht verallgemeinern. Auch wichtig zu wissen: Manche Yogamatten kommen mit einer Schicht aus der Fabrik, die sich zu Beginn rutschig anfühlen kann. Am besten mit einem feuchten Tuch abwischen und gut trocknen lassen.

2. Dämpfung

Die Dämpfung hängt von zwei Faktoren ab:

  1. Material – PVC und Naturgummi haben eine hohe Dämpfung, während reine Jute naturgemäß weniger dämpft. Yogamatten aus TPE Schaum sind recht weich mit guter Dämpfung, haben dafür aber ein bisschen weniger Griff. Die beliebten PER Yogamatten, ein umweltfreundlicher Kunststoff, dämpfen ein bisschen weniger als PVC und Naturgummi.
  2. Dicke der Matte: Eine gute Dämpfung bekommst du pauschal gesagt ab 4-5 mm. Im Ahstanga Yoga wo viel gesprungen wird empfehlen wir Yogamatten mit großzügigen 8 mm Höhe. Letztere sind natürlich schwerer und daher eher Studio-Yogamatten, die man nicht mit nach Hause nimmt. Wie dick deine Yogamatte sein soll, hängt auch davon ab wie empfindlich deine Knie auf harten Boden reagieren. Und: je dicker die Matte desto schwerer wird es mit der Balance auf ihr.

3. Dichte

Je dichter das Material einer Yogamatte desto weniger tendiert sie dazu auszuleiern. Das ist nicht nur ästhetisch ausschlaggebend, sondern 

4. Lebensdauer und Nachhaltigkeit

Einer der ausschlaggebenden Faktoren für einen Yogamatten Test ist in unseren Augen die Lebensdauer einer Matte. Auch diese hängt natürlich vom Gebrauch ab. Wenn du viel Yoga übst, lohnt sich immer eine Yogamatte die besonders stabil ist und weder ausleiert noch auseinander fällt. Es gibt Hersteller, die geben auf ihre PVC Yogamatten eine lebenslange Garantie.

  • Generell kann man sagen, dass hochwertiges PVC lange hält, aber eben auch seine Nachteile haben kann, wenn es nicht umweltfreundlich produziert wurde.
  • Die Lebensdauer bei Yogamatten aus Naturgummi ist laut den Testern sehr unterschiedlich. Bei offenporigen Yogamatten kann der Naturgummi nach einigen Monaten abbröckeln und das Innenleben der Matte zum Vorschein bringen. Wir haben auch Naturgummi-Yogamatten mit geschlossenen Poren sich nach sechs Monaten abwetzen gesehen. Allerdings hielt eine andere Yogamatte vom selben Hersteller in derselben Zeit ohne Abnutzung durch.
  • Yogamatten aus dem Kunststoff PER sind recht robust. Wohingegen TPE Schaum unserer Erfahrung nach bei intensiver Praxis schnell ausleiert und sich ablöst.  

5. Umweltfreundlich und frei von Schadstoffen

Das wird in Deutschland durch den OEKO-TEX® Standard 100 ausgewiesen und ist ein: Großes Thema! Stichwörter sind hier: umweltfreundliche Produktion, biologische abbaubar, Recycling, Verzicht auf den Einsatz von Schadstoffen wie Weichmacher (PVC), giftige AZO-Farbstoffen und krebserregende Nitrosaminen. 

  • Naturmaterialien wie Jute und Naturgummi kommen da auf den ersten Blick am besten weg aber auch hier können bei der sogenannten Vulkanisierung belastende Stoffe entstehen. Das erklärt wahrscheinlich auch warum einige Naturgummi-Yogamatten im Ökotest Magazin relativ unbefriedigend abgeschlossen haben.
  • TPE wird als PVC freie umweltfreundliche Alternative bei Yogamatten eingesetzt, da die Produktion von PVC früher immer schlecht für die Umwelt und nicht gerade ideal für die Gesundheit war. Heute gibt es emissionsfreie Produktionsmöglichkeiten.

Der OEKO-TEX® Standard 100 ist ein unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem für Yogamatten und anderen textilen Produkte. Yogamatten, die mit ihm getestet sind, enthalten keine gesetzlich verbotene oder reglementierte Substanzen. Man unterscheidet vier Produktklassen. Für Yogamatten ist die höchste Produktklasse, Nummer 1, relevant. Sie gibt textile Artikel für Babys und Kleinkinder bis 3 Jahren frei.

6. Ethische Herstellung

Viele Yogamatten werden unter nicht unbedingt seriösen Bedingungen in Asien produziert. Auch wenn man das nicht pauschalisieren kann, haben sich doch einige Marken für eine Produktion in Europa oder den USA entschieden.

7. Design / Style

Wir finden eine Yogamatte darf auch schön sein. Die meisten Yogamatten gibt es deshalb in einer großen Auswahl an Farben. Bisher gibt es vor allem ein-bis zweifarbige Yogamatten aber ein paar Hersteller trauen sich inzwischen kreativer zu werden und lassen ihre Designer an die Gestaltung der Matten. Oder du entwirfst dein eigenes Design. Auch dafür gibt es inzwischen Anbieter.

8. Leicht zu transportieren

Deckt man an den Transport einer Yogamatte, denkt man an die Rolle unter dem Arm, die inzwischen zur typischen Silhouette meist weiblicher Großstadtbewohner zählt. Aufrollen geht immer. Die Unterschiede für den Transport liegen im Gewicht der Yogamatten. Eine dicke Yogamatte bringt locker mal 3 kg auf die Wage und zerrt ganz schön an den Schultermuskeln. Überlege dir also wie und wo du die Yogamatte nutzen möchtest? Bleibt sie Zuhause oder im Studio darf sie ruhig ein bisschen schwerer sein und dafür mehr Dämpfung haben. Wenn du sie überall mit hin nehmen möchtest dann orientiere dich an Matten um die 1 bis 1,5 kg. Und wenn du viel reist, dann entscheide dich für eine ultradünne Yogamatte, die die meisten Hersteller als Reise-Yogamatte oder Travel Yogamatte anbieten. Sie kann man wie ein Handtuch praktisch für den Koffer zusammen falten. Oder nimm eines der Yoga Towels, das sind Mikro- oder Bambusfaser-Yogahandtücher, die gut Schweiss aufsaugen und über eine Leihmatte im Yogastudio drüber gelegt werden.

9. Einfach zu reinigen

Yogamatten unterscheiden sich in ihrem Pflegeaufwand. Offenporige Yogamatten aus Naturkautschuk brauchen ein bisschen öfter Pflege unter der kalten Dusche als die mit geschlossenen Zellen. Wichtig zu wissen ist, dass Staub und Schmutz eine Yogamatte rutschig machen können. 

Du bist jetzt verwirrt und willst es konkreter? Unsere Tipps zum Kauf der richtigen Yogamatte findest du unter Yogamatte kaufen

Foto Credit oben: Elizabeth Hurley Photography. Model: Josh Weiner. Styling and images courtesy of Magic Carpet Yoga Mats.




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