yogamatte naturgummi

Yogamatten aus Naturmaterialien 

Yogamatte Naturgummi

Naturgummi-Yogamatten sind die natürliche Alternative zu PVC für Yogis, die sich eine rutschfeste Yogamatte mit guter Dämpfung wünschen. Öko-Test, Preis, Yogastil

Yogamatten aus Naturgummi – Umweltfreundliche Alternative zu PVC

Lange war PVC die erste Wahl für Yogis, die eine formstabile, rutschfeste Yogamatte mit guter Dämpfung suchten. Dann kam Naturgummi und damit eine umweltfreundlichere Alternative zu PVC. Naturkautschuk (indian. cao ‚Baum‘ und ochu ‚Träne‘; zusammen ‚Träne des Baumes‘) gewinnt man größtenteils aus dem Milchsaft oder Latex des Kautschukbaums. Die Flüssigkeit wird durch das Anritzen der Baumrinde freigesetzt, in Behältern aufgefangen und dann mit Hilfe der so genannten Vulkanisierung zur elastischen Yogamatte verarbeitet.

Jade war mit die erste Yogamattenmarke, die Naturgummi in der Yogaszene bekannt machte. Inzwischen hat fast jede Marke Naturgummimatten in unterschiedlichen Dicken und Längen im Programm.

Naturgummi unterstützt deine kraftvolle Yogapraxis

Geeignet sind die Yogamatten aus Naturgummi eigentlich für alle Yoga-Arten aber besonders für schweißtreibende und körperlich fordernde Yogastile wie Ahstanga, Bikram, Power- und Vinyasa-Yoga. Sie federn Sprünge gut ab, bieten Stabilität durch einen guten Grip für Hände und Füße und entlasten damit Rücken und Gelenke.

Der Geruch am Anfang verfliegt mit der Zeit

Was man wissen muss ist, dass brandneue Naturkautschuk-Yogamatten einen recht starken Eigengeruch haben, der aber nach einiger Zeit verfliegt. Am besten lüftet man sie gut aus und besprüht sie mit einem Yogamatten-Spray aus ätherischen Ölen.

Was ist der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Poren?

Der größte Unterschied zwischen Yogamatten aus Naturgummi ist die Beschaffenheit ihrer Oberfläche. Du hast die Wahl zwischen offenporigen, besonders griffigen aber auch schmutzempfindlichere Naturgummi-Yogamatten oder denen mit geschlossener, glatterer Oberfläche. Die Jade Yogamatten haben eine offene Zellstruktur, die besonderen Grip garantiert aber auch einer Extra-Portion Reinigung und Pflege bedarf. Offene Zellen lassen Bakterien leichter in die Matte eindringen. Das sollte man wissen, wenn man sich eine Matte mit offenen Poren zulegt. Wie man sie hygienisch hält, steht unter Yogamatte reinigen: Tipps zu Waschen und Pflege.

Und: Yogamatten mit geschlossenen Poren sind unsere Erfahrung nach nicht weniger rutschfest und griffig.

VORTEILE

NACHTEILE

  • rutschfest auf dem Boden
  • guter Grip auch bei feuchten Händen
  • gute Dämpfung für Sprünge
  • isoliert gegen Kälte
  • umweltschonend, weil vollständig biologisch abbaubar
  • Gesundheitlich unbedenklich wenn ohne Chemie hergestellt und aus reinem Naturgummi gefertigt
  • kann durch chemische Zusätze bei der Vulkanisierung (Herstellung) toxisch belastet sein
  • Riechen am Anfang nach Gummi
  • Naturkautschuk stammt meist aus dem Regenwald und ist damit Teil der Abholzung

Knackpunkt Herstellung: Vulkanisierung kann Naturgummi giftig machen

Um aus dem flüssigen Naturkautschuk eine Yogamatte aus Naturgummi zu machen, wird er vulkanisiert, d.h. er wird mit einem chemisch-technischen Verfahren widerstandsfähiger und elastisch gemacht. Und hier liegt der Knackpunkt: manche Hersteller mischen bei der Vulkanisierung chemische Stoffe bei, die 100% Natur toxisch machen. Daher ist es wichtig darauf zu achten, dass die Naturgummi-Yogamatte explizit ohne Zugabe von giftigen Schaum- und Bleichmittel hergestellt wurde. Das ist nicht immer leicht nachzuvollziehen, da nicht alle Hersteller hier genaue Angaben machen. Die Marke Manduka macht hier in unseren Augen einen guten Job, da sie sehr transparent mit diesem Thema umgehen und ihre Yogamatten aus Naturgummi (die eKO Linie) auf Schadstoffe prüfen lassen.

Yogamatte Naturkautschuk

Yogamatte aus Naturkautschuk aus der eko Maduka Serie

Yogamatten aus Naturgummi: Schlechte Noten im Öko-Test

Das Magazin Ökotest (01/2013) hat eine Auswahl an Natur.Yogamatten unter das Mikroskop gelegt. Leider ging das für die Yogamatten aus Naturgummi nicht so gut aus. Mit Ausnahme der Kansho Yoga-Matte von Grüne Erde, deren rutschfeste Unterseite
 mit Latex beschichtet ist, wiesen alle Natur-Kautschukmatten erhöhte Gehalte an krebserregenden Nitrosaminen auf. Der Grund dafür kann wie erwähnt der Einsatz eines chemischen Beschleunigers bei der Vulkanisierung des Kautschuks sein.

Das ist natürlich ein nicht so schönes Ergebnis. Allerdings wurden insgesamt nur drei Yogamatten aus Naturkautschuk bzw. einem Gemisch aus Naturgummi und anderen Naturmaterialien getestet. Nichtsdestotrotz sollte man sorgfältig prüfen wie die ausgewählte Natur-Yogamatte hergestellt wird und ggfs. beim Hersteller nachfragen. Oft werden nämlich auf den Etiketten nicht genügend Angaben gemacht.

Preisvergleich

Eine Yogamatte aus Naturgummi bekommt man ab ca. 40€. Je nach Dicke und Länge gehen die Preise in 10€-Schritten nach oben bis hin zur Natur-Yogamatte für Profis mit über 100€. Zur Orientierung: die eKO Mat von Manduka (5 mm dick) kostet 70€ (Stand Februar 2014), die vergleichbare Jade Harmony Yogamatte ebenfalls.

Naturgummi bitte nie in der Waschmaschine reinigen

Naturgummi-Yogamatten dürfen nicht in die Waschmaschine, d.h. am besten duscht man die Yogamatte ab oder säubert sie mit einem feuchten Tuch. Zum Trocknen einfach ausbreiten und vor direktem Sonnenlicht schützen. Außerdem empfehlen wir die Naturkautschuk-Yogamatte mit einem Spray aus ätherischen Ölen nach jedem Gebrauch, vor allem wenn man viel auf ihr geschwitzt hat, zu besprühen und desinfizieren.




2 Responses to “Yogamatte Naturgummi”

  1. Hallo, vielen Dank für die ausführlichen Infos.
    Eben bin ich etwas erschrocken, weil ich meine Naturkautschuk-Matte hin und wieder in der Waschmaschine reinige. Nur so verschwinden die Erd- und Grasflecken, wenn ich z. B. auf weichem Boden im Park geübt habe. Wasser oder Mattenspray reichen leider nicht aus. Ist das sehr schädlich für die Yoga-Matte?

    • Liebe Carrie, das ist ok,wenn der Hersteller, dass so angibt aber lass sie auf keinen Fall schleudern oder im Trockner trocknen.

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